Credit Suisse will bis 2023 540 Stellen in der Schweiz abbauen

«Bis Ende des vierten Quartals 2022 werden wir weltweit 2700 Stellen abbauen, davon 20 Prozent in der Schweiz», sagte Ulrich Körner, CEO der Credit Suisse, am 30. Oktober der NZZ am Sonntag. © Keystone/Michael Buholzer

Die angeschlagene Schweizer Bank Credit Suisse will bis Ende Jahr 540 Stellen in der Schweiz abbauen, sagte CEO Ulrich Körner der NZZ am Sonntag. Im Interview gab er letzte Woche weitere Details zur Ankündigung der Umstrukturierung bekannt.

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2022 – 11:51 veröffentlicht

Keystone-SDA/NZZ/sb

„Bis Ende des vierten Quartals 2022 werden wir weltweit 2700 Stellen abbauen, davon 20 Prozent in der Schweiz“, so Korner ErzählenExterner Link NZZ am Sonntag am 30. Oktober.

Am Donnerstag enthüllte die Bank große Umstrukturierungspläne, um sich von einer Reihe schwerer Verluste zu erholen. Sie kündigte an, bis Ende 2025 weltweit insgesamt 9.000 Stellen abzubauen – davon 2.000 in der Schweiz –, Teile ihres Geschäfts zu verkaufen und zusätzliches Kapital in Milliardenhöhe zu beschaffen, um den Abwärtstrend der Vermögen umzukehren.

Die Credit Suisse beschafft außerdem 4 Milliarden Schweizer Franken (4 Milliarden US-Dollar), um eine schwankende Kapitalbasis durch die Ausgabe neuer Aktien zu unterstützen. Darin enthalten ist eine Kapitalspritze von 1,5 Milliarden Schweizer Franken von der saudischen Nationalbank, vorbehaltlich der Zustimmung der für den 23. November angesetzten ausserordentlichen Generalversammlung.

Korner sagte der NZZ am Sonntag, dass ein solcher Entscheid keine Auswirkungen auf die Identität der Bank habe. Die Anteilseigner hätten keinen Einfluss auf die Führung des Unternehmens oder seine ethischen Grundsätze, sagte er: „Die Saudi National Bank ist ein Anteilseigner wie alle anderen, natürlich ein wichtiger Anteilseigner.“

Die Credit Suisse hat in den letzten Jahren eine Reihe von Rückschlägen erlitten, weil sie bei angespannten Geschäftsabschlüssen und Gerichtsstreitigkeiten am falschen Ende stand. Die Regierung versucht, die Korruption zu stoppen, indem sie den Betrieb und die Strategie der Bank radikal reformiert.

Die neue strategische Ausrichtung zielt darauf ab, die Kosten in den nächsten drei Jahren um 15% zu senken und sich stärker auf die Vermögensverwaltung und das in der Schweiz ansässige Geschäft der Gruppe zu konzentrieren.

Wesentliche Teile der Investmentbanking-Aktivitäten der Gruppe, die hauptsächlich in den Vereinigten Staaten angesiedelt sind, werden verkauft, um die Liquidität zu erhöhen und das Risiko zu reduzieren.

Die neue „Capital Release Unit“ wurde speziell für den Verkauf von Vermögenswerten geschaffen, die die Bank jetzt als hoch riskant und von geringer strategischer Bedeutung einstuft.

Die zweitgrösste Bank der Schweiz hat nur in den letzten 12 Monaten Verluste gemeldet und im dritten Quartal 2022 massive Verluste von 4 Milliarden Franken erlitten. Der größte Teil dieses Betrags ist auf steuerliche Belastungen im Zusammenhang mit der Restrukturierungskampagne zurückzuführen.

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