Alte Technik auf umweltfreundliche Weise entsorgen: Die besten Tipps

Elektroschrott ist für einen Grossteil der Abfälle verantwortlich, die auf Mülldeponien landen. Kaum jemand weiss, dass weniger als die Hälfte der Altgeräte recycelt wird. Der überwiegende Teil wird verbrannt, was zu einer enormen Umweltbelastung führt. Elektronikgeräte bestehen aus wertvollen Materialien wie Metallen, Glas und Kunststoffen, deren Herstellung viel Energie erfordert. Die Geräte können auch umweltschädliche Materialien wie Beryllium und Quecksilber enthalten.

Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Idee, sich vor der Entsorgung von Altgeräten Gedanken über die Nachhaltigkeit zu machen. Nicht immer ist es notwendig, die Geräte der Müllabfuhr zu überantworten. Heutzutage ist es zum Beispiel durchaus möglich, Geräte wie alte Kameras gewinnbringend im Internet zu verkaufen. Portale wie MPB bieten Ihnen die Chance, mit Ihrer alten Ausrüstung Geld zu verdienen. Nachfolgend fassen wir zusammen, welche Möglichkeiten sich in Bezug auf die umweltfreundliche Entsorgung von Altgeräten sonst noch bieten.

Reparieren von Altgeräten: Die beste Alternative zur Entsorgung

Das Reparieren von Altgeräten ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr aus der Mode gekommen. Dabei können viele Geräte mit relativ geringem Aufwand wieder flottgemacht werden. Viele Nutzer von Elektronikgeräten ziehen diese Möglichkeit jedoch nicht einmal in Betracht. Dies hat auch den Grund, dass die defekten Geräte zunächst in die Werkstatt gebracht bzw. dorthin geschickt werden müssen. Ein weiterer Grund sind die teils sehr hohen Arbeitslöhne, die das Reparieren von Elektrogeräten häufig zu einem Verlustgeschäft machen.

Wenn irgend möglich, sollten Sie versuchen, Ihr Gerät bei einem autorisierten Händler reparieren zu lassen. Solche Händler haben Zugang zu Ersatzteilen, die auf dem freien Markt nur schwer zu bekommen sind. Sie verfügen ausserdem über das nötige Know-how. In manchen Ländern wird es freien Werkstätten schwer gemacht, Geräte von grossen Herstellern zu reparieren. Das Urheberrecht wird insbesondere für kleinere Anbieter zu einer unüberwindbaren Hürde.

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Bedenken Sie auch, dass die Qualität von Elektronikgeräten in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat. Ein gutes Beispiel ist die Hifi-Branche. CD-Player, die in den 90er-Jahren hergestellt wurden, haben oft eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Wie robust diese Geräte sind, lässt sich daran erkennen, dass sie auf Verkaufsplattformen für hohe zwei- oder gar dreistellige Beträge angeboten werden.

Wenn Sie ein solches Gerät besitzen, kann es daher sinnvoll sein, es weiter zu nutzen und bei Bedarf reparieren zu lassen. Die bei der Herstellung verwendete Technik ist robuster und weniger störungsanfällig als heutige Komponenten. Eine Reparatur kann dafür sorgen, dass das 25 Jahre alte Gerät noch einmal 10 oder 15 Jahre durchhält.

Verlängerung der Lebensdauer

Die Lebensdauer von Elektrogeräten lässt sich verlängern, indem einige wichtige Grundsätze beachtet werden. Zum einen sollten Sie sorgsam mit den Geräten umgehen und sie nicht unnötigen Erschütterungen aussetzen. Dies gilt für Staubsauger ebenso wie für Kameras oder Notebooks. Beim Herunterfallen können nicht nur äusserliche Schäden entstehen – auch das Innenleben kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Darüber hinaus sollten Elektrogeräte regelmässig gereinigt werden. Ihre Waschmaschine hält länger, wenn Sie sie einmal im Monat mit bleichmittelhaltigem Pulverwaschmittel bei 60 Grad laufen lassen. Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihre Elektrogeräte nicht ungünstig platziert werden. Kühlgeräte zum Beispiel verbrauchen deutlich mehr Energie, wenn die Lüftungselemente zugestellt sind.

Wenn Sie einen neuen Staubsauger kaufen, achten Sie darauf, ein Modell ohne Beutel zu wählen. Der Pflegeaufwand ist verglichen mit herkömmlichen Modellen höher, doch dafür ergibt sich der Vorteil, dass die Umwelt nicht mit der Entsorgung der Beutel belastet wird. Orientieren Sie sich an den Herstellerempfehlungen und reinigen Sie den Sauger im angegebenen Turnus.

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Umweltschonendes Recycling: Tipps für Schweizer Verbraucher

Ist eine Weiternutzung Ihrer Geräte nicht möglich, sollten Sie sie umweltfreundlich entsorgen. In der Schweiz ist eine Recyclinggebühr (vRG) im Kaufpreis jedes elektronischen Gerätes vorverrechnet. Daher müssen Händler, Importeure und Hersteller defekte Produkte zurücknehmen, sofern sie dieselben Produkte führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde ein neues Produkt kauft oder eine Quittung vorweisen kann.

„Swico Recycling“ und „SENS eRecycling“ verfügen über rund 600 Abgabestellen, die sich über die gesamte Schweiz verteilen. Hier können Privatpersonen elektronische Geräte kostenfrei abgeben. In den Gemeinden können Altgeräte teilweise auch im Rahmen eines Sammeltages entsorgt werden. Um die Abholung kümmern sich Recyclingunternehmen.

Wenig bekannt ist, dass Elektroschrott in der Schweiz auch an jeder Poststelle abgegeben werden kann. Die Schweizerische Post arbeitet mit der Recyclingfirma „brings!“ zusammen, die die Entsorgung der Altgeräte übernimmt.

Vor der Abgabe sollten Sie alle persönlichen Informationen von dem Gerät löschen. Entfernen Sie ausserdem alle Batterien, da diese möglicherweise separat recycelt werden müssen. Packen Sie alle zerbrochenen Teile in versiegelte Beutel, damit keine gefährlichen Stoffe austreten können. Nutzen Sie beim Umgang mit defekten elektronischen Geräten unbedingt Handschuhe.

So werden Altbatterien sachgemäss entsorgt

In der heutigen Zeit werden immer mehr Elektrogeräte mit Batterien betrieben. Die Entsorgung stellt eine grosse Herausforderung dar, da die Batterien immer leistungsfähiger werden. Für die Herstellung werden häufig Materialien wie Lithium oder Quecksilber verwendet, die nur mit grossem Aufwand entsorgt bzw. recycelt werden können.

Batterien gelten in der Schweiz als Sonderabfall. Als Konsument/in sind Sie gesetzlich verpflichtet, Altbatterien an den Verkaufspunkt oder eine andere Sammelstelle zurückzubringen. In der Schweiz besteht für alle Verkaufsstellen und für den Handel eine gesetzliche Rücknahmepflicht. Einfach ausgedrückt kann man Batterien und Akkus überall dort gratis zurückgeben, wo man sie erwerben kann, und zwar unabhängig von einem Kauf.

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Rechnet man alle Sammelstellen zusammen, ergibt sich eine Liste von über 11.000 Anlaufpunkten. Darunter sind zahlreiche Fachgeschäfte und Warenhäuser, aber auch Kioske und sogar Tankstellenshops. Suchen Sie gezielt nach einer INOBAT-Sammelbox oder erkundigen Sie sich beim Verkaufspersonal, wo Sie Ihre Altbatterien abgeben können.

Eine Alternative ist, die Abgabe von Altbatterien über die Gemeinden zu regeln. Viele Ortschaften haben inzwischen öffentliche Sammelstellen eingerichtet, an denen alte Batterien abgegeben werden können. Auch einige Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran und stellen den Mitarbeiter/innen firmeneigene Sammelstellen zur Verfügung.

Vorsicht bei lithiumhaltigen Batterien: Hier besteht akute Brandgefahr. Bei falscher Entsorgung kann es zu äußeren und inneren Kurzschlüssen durch thermische Einwirkungen oder mechanische Beschädigungen kommen.

Fazit

Elektrogeräte sollten möglichst lange genutzt und gegebenenfalls repariert werden. Ist trotz sachgemässer Behandlung eine Weiternutzung nicht möglich, muss das Gerät an einer geeigneten Sammelstelle abgegeben werden. Achten Sie darauf, dass Batterien meist getrennt entsorgt werden müssen.

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