Vertical-Farming-Pilotanlage in Betrieb

Die Vertical-Farming-Pilotanlage von YASAI und der Schweizer fenaco wurde in Betrieb genommen. Die ersten Produkte sind ab heute in rund 80 ausgewählten Coop-Filialen erhältlich. Nach über einem Jahr Planung, Entwicklung und Bau hat die ETH-Tochter YASAI Ende 2021 die Vertical-Farming-Pilotanlage in Niederhasli in Betrieb genommen und Anfang 2022 ihre erste Ernte eingebracht: Basilikum. Es ist ab dem 24. Januar in rund 80 ausgewählten Coop-Filialen in der Region Zürich, Basel und Luzern erhältlich.

Im Oktober 2020 gab die Genossenschaft fenaco die Zusammenarbeit mit YASAI und die Investition von einer halben Million Schweizer Franken in die Pilotanlage bekannt, um den Nutzen der neuen Anbaumethode zu prüfen. Im Sinne des Kooperationsziels hat sich fenaco verpflichtet, die Schweizer Bäuerinnen und Bauern bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Betriebe zu unterstützen. „Dabei geht es darum, neue Geschäftsfelder zu prüfen und zu entwickeln“, sagt Daniel Schwab, Leiter des Gemüsebereichs bei fenaco Landesprodukte und Projektleiter Vertical Farming. „Wir sehen unsere Investition als primäre Dienstleistung und Entscheidungsgrundlage für unsere Mitglieder, die Schweizer Bauern. Wir wollen in Zukunft keine landwirtschaftlichen Produkte mehr selbst produzieren“, fügt er hinzu.

Großes Potenzial für innovative Technologie
Ab dem 1. Februar 2022 wird das Projekt als Forschungsprojekt «Innosuisse» weitergeführt: Mit Leistungen im Wert von rund 1 Million Schweizer Franken kann YASAI zusammen mit Spezialisten von ZHAW, Agroscope und fenaco das gesamte Vertical Farming verbessern und Arbeitsabläufe. Ziel ist es, die Produktivität, Qualität, Nachhaltigkeit und Rentabilität der Anlage zu verbessern.

Yasai wird die Produktion in der Pilotanlage sukzessive ausbauen. „Ab März ergänzen wir unser Sortiment um Minze und Koriander. Blattgemüse und Beeren sind in Planung“, erklärt Mark Zahran, CEO von YASAI. Die innovative Technologie soll dann in den nächsten Jahren auf landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kommen. Mögliche Anwendungen sind Gebiete mit Trinkwasserversorgung oder landwirtschaftlichen Flächen sowie leerstehende Industriegebäude in der Schweiz. „Der Schlüssel zu einem rentablen Betrieb liegt in der Skalierung und Automatisierung des Betriebs“, sagt Daniel Schwab. „Das positive Feedback zeigt mir, dass echtes Interesse besteht. Aber es bedarf noch der endgültigen Validierung der Pilotfarm und des Marktpotenzials“, fügt er hinzu.

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für mehr Informationen:
Bockshornklee
www.fenaco.com

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