Die nachlassende Inflation in der Schweiz öffnet die Tür für frühere SNB-Kürzungen

Die nachlassende Inflation in der Schweiz öffnet die Tür für frühere SNB-Kürzungen

Schweizerische Nationalbank in Bern.

Eckstein

Die Inflation ging im Januar unerwartet zurück, eine Entwicklung, die die Tür zu vorzeitigen Zinssenkungen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) öffnen könnte.

Die Verbraucherpreise stiegen im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Dies liegt deutlich unter den von Ökonomen erwarteten 1,7 %, was dem Wert vom Dezember entsprochen hätte.

Auch die sogenannte Kernkennzahl, die flüchtige Elemente wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt, verlangsamte sich auf 1,2 %.

Dieser Rückgang ist überraschend, da in der Schweizer Wirtschaft viele Preise reguliert sind und die Strompreise zu Jahresbeginn gestiegen sind. Im Januar wurde auch die Mehrwertsteuer von 7,7 % auf 8,1 % erhöht.

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„Wir sehen die erwarteten Preissteigerungen, aber der zugrunde liegende Preisdruck ist sehr gering“, sagte Carsten Junius, Chefökonom der J Safra Sarasin Bank Ltd.

SNB-Präsident Thomas Jordan sagte, dass die Inflation zwar das Ziel der Zentralbank – zwischen 0 und 2 % – nicht überschreiten werde, sie sich aber immer noch dem oberen Ende der Spanne nähere.

Ökonomen gehen davon aus, dass die Schweizer Zentralbank im September mit der Zinssenkung beginnen wird, obwohl ein unerwartet schwacher Wert am Dienstag diesen Zeitplan beschleunigen könnte, da einige Analysten bereits auf Juni setzen. Im Gegensatz zu ihren wichtigsten Pendants trifft sich die SNB nur einmal im Quartal.

„Es ist klar, dass eine Zinssenkung im März jetzt mehr Potenzial hat“, sagte Junius. „Aber wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher sein, dass die Inflation nicht wieder ansteigt. Das Wachstum in den USA – aber auch in der Schweiz – ist robust.“

+ Die Inflation in der Schweiz beträgt im Jahr 2023 durchschnittlich 2,1 %

Ein starker Franken schützt die Wirtschaft weiterhin davor, höhere Preissteigerungen aus anderen Ländern zu importieren. Nach Veröffentlichung der Inflationsdaten fiel die Währung gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung sogar um 0,4 % und wurde bei 0,947 Euro je Franken gehandelt.

Daten aus der Eurozone zeigten, dass die Preise dort im Januar jährlich um 2,8 % stiegen. Basierend auf dem harmonisierten Maß der Europäischen Union erreichte die Schweizer Inflation letzten Monat 1,5 %.

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