Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigt stärker als erwartet

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigt stärker als erwartet

Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Januar 2024 stärker gestiegen als von den meisten Ökonomen erwartet.

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Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft stieg die Quote Ende Januar auf 2,5 %, nachdem sie Ende 2023 2,3 % betragen hatte. Eine Gruppe von Ökonomen erwartete eine Spanne zwischen 2,2 % und 2,5 %, womit die tatsächliche Zahl über den Erwartungen lag.

Allerdings ist die Rate im historischen Vergleich immer noch niedrig. Ein Teil des monatlichen Anstiegs könne durch typische saisonale Veränderungen erklärt werden, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft mit. In den Wintermonaten nimmt die Arbeit im Baugewerbe, in der Landwirtschaft und in der Gastronomie ab, was in diesem Zeitraum zu höheren Arbeitslosenquoten führt.

Gleichzeitig sieht das Staatssekretariat für Wirtschaft die Auswirkungen der Konjunkturabschwächung und der rückläufigen Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere bei Leiharbeitskräften. Nach einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 2 % im Jahr 2023 wird für 2024 eine durchschnittliche Quote von 2,3 % erwartet, gefolgt von einer Quote von 2,5 % im Jahr 2025.

Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft gemeldete Arbeitslosenquote basiert auf der Anzahl der bei den kantonalen Arbeitsämtern gemeldeten Personen. Um auf die großzügigen Arbeitslosengelder der Schweiz zugreifen zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Diese verfallen jedoch nach zwei Jahren, danach lässt die Motivation, registriert zu bleiben, nach. Dies bedeutet, dass viele Langzeitarbeitslose in dieser Zahl nicht enthalten sind, ebenso wie entmutigte Arbeitssuchende, die in den meisten Definitionen von Arbeitslosigkeit nicht enthalten sind.

Mehr dazu:
Pressemitteilung des SECO (auf Französisch) – Machen Sie jetzt den 5-Minuten-Französischtest

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