Vertreter der Schweizer Universitäten fordern die Regierung auf, die volle Teilnahme an Horizon Europe sicherzustellen

Vertreter von Schweizer Universitäten und Unternehmen haben die Regierung des Landes aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sie bis Ende dieses Jahres vollständig am Förderprogramm Horizon Europe teilnehmen können.

Horizon Europe ist das wichtigste Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung, Wirtschaft und Innovation mit einem Budget von 95,5 Milliarden Euro.

Das Programm erleichtert die Zusammenarbeit und stärkt die Wirkung von Innovation und Forschung bei der Entwicklung, Unterstützung und Umsetzung von EU-Politiken bei gleichzeitiger Bewältigung globaler Herausforderungen.

Da sich die Schweiz jedoch von einem Bindungsentwurf zurückgezogen hat, wurde ihr Zugang zum Programm erschwert, berichtet SchengenVisaInfo.com.

Danach erhielt die Schweiz den Status eines nicht assoziierten Landes, und die Schweizer Forschenden wurden von der EU-Kommission finanziell gekürzt.

Infolgedessen haben Vertreter der Schweizer Universitäten sowie Vertreter der Wirtschaft eine gemeinsame Resolution verabschiedet, die die Regierung auffordert, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und sicherzustellen, dass die Schweiz vollständig an dem Programm teilnehmen kann.

Gemäss Beschluss von scienceindustries-Chef Matthias Leuenberger, ETH-Ratspräsident Michael Hengartner und Yves Flückiger von Swissuniversities drohen den Forschenden schwerwiegende Konsequenzen, da sie keine europäischen Projekte mehr leiten oder sich für den Europäischen Forschungsrat bewerben können ( ERC) Grants oder Stipendien.

Zudem nahm die Angst zu, dass Forschende die Schweiz in ein anderes Land verlassen, wo sie sich um EU-Stipendien bewerben können.

„Die Schweiz muss aufgrund ihres derzeitigen Status als nicht assoziierter Drittstaat damit rechnen, dass Forschende aus Spitzen- und innovativen Unternehmen die Schweiz verlassen oder gar nicht mehr hierher kommen. Dies wird aufgrund der Attraktivität unseres wirtschaftlichen Standorts zu einer erheblichen Schwächung von Forschung und Innovation in der Schweiz führen. Unser Land läuft Gefahr, international an Boden zu verlieren“, heißt es in einem Teil der Entschließung.

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Zur aktuellen Situation hat das Schweizerische Sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in seinem neusten Status-Update vom 27. Januar 2022 darauf hingewiesen, dass es mögliche Übergangsmassnahmen für weitere Ausschreibungen 2022 prüft.

«Das SBFI prüft derzeit mögliche Übergangsmassnahmen für das ERC AdG 2022, falls sich der Status der Schweiz in Horizon Europe bis Ende April 2022 nicht geändert hat. Die entsprechende Massnahme wäre für das zweite Halbjahr 2022 vorgesehen. Das SBFI wird weiter informieren rechtzeitig informieren“, SERI hinzugefügt.

Unter dem aktuellen Status der Schweiz können Forschende und Innovatoren an den meisten Ausschreibungen von Horizon Europe und anderen verwandten Initiativen teilnehmen. Trotzdem können sie keine Förderung von der EU-Kommission erhalten.

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