Unterstützung der Schweiz für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten: Fortsetzung des Beitrags an UNRWA für die Periode 2023–2024 – Besetztes palästinensisches Gebiet

Unterstützung der Schweiz für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten: Fortsetzung des Beitrags an UNRWA für die Periode 2023–2024 – Besetztes palästinensisches Gebiet

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 2. Dezember 2022 die weitere Unterstützung der Schweiz für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gutgeheissen. UNRWA erhält für die Jahre 2023 und 2024 jährlich 20 Millionen Schweizer Franken. Mit diesen Mitteln bekräftigt die Schweiz ihr Engagement für menschliche Entwicklung, humanitäre Hilfe und regionale Stabilität.

Die Zuweisung der Schweiz von 20 Millionen Schweizer Franken pro Jahr (insgesamt 40 Millionen Schweizer Franken) für den Zeitraum 2023-2024 wird es der UNRWA ermöglichen, trotz der schwierigen Situation ihre Arbeit fortzusetzen. Damit übt die Schweiz weiterhin einen positiven Einfluss auf die Politik und Arbeitsweise der UNRWA aus. Als Mitglied der Beratungskommission der UNRWA kann die Schweiz ihre Prioritäten voranbringen. Damit das UNRWA seinen Auftrag als Organisation der Vereinten Nationen erfüllt und die erhaltenen Mittel effektiv einsetzt, unterstützt die Schweiz die 2019 begonnenen Strukturreformen. Die Schweizer Finanzierung des UNRWA konzentriert sich weiterhin hauptsächlich auf Programme, die darauf abzielen, palästinensischen Flüchtlingen den Zugang zu ermöglichen bis hin zu hochwertigen Bildungs- und Gesundheits- und Sozialdiensten, Mikrofinanzeinrichtungen und Infrastruktur.

Beitrag zur Stabilität im Nahen Osten

In Ermangelung einer politischen Lösung des Konflikts spielt UNRWA weiterhin eine wichtige stabilisierende Rolle in der Region. Wie der Bundesrat in der Nahost-Strategie 2021–2024 anerkannt hat, ist die Instabilität im Nahen Osten nicht nur eine grosse Herausforderung auf lokaler und internationaler Ebene, sondern auch eine Herausforderung für die Schweiz. Die langjährigen Blockaden und Feindseligkeiten im Gazastreifen, der seit 2011 tobende Konflikt in Syrien und die Wirtschaftskrise im Libanon fordern einen hohen Tribut von den palästinensischen Flüchtlingen. Die Besetzten Palästinensischen Gebiete und die Nachbarländer tragen die Hauptlast dieser Situation. Beispielsweise sind 96 % der noch in Syrien lebenden palästinensischen Flüchtlinge für ihr Überleben auf die humanitäre Hilfe des UNRWA angewiesen. Etwa 60 % dieser Flüchtlinge wurden seit Beginn des Konflikts mindestens einmal aus ihren Herkunftsgebieten vertrieben. Im Libanon leben 73 % der palästinensischen Flüchtlinge unterhalb der Armutsgrenze. Die COVID-19-Pandemie hat die Situation der palästinensischen Flüchtlinge verschärft und die UNRWA vor neue Herausforderungen gestellt.

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Die Hauptrolle von UNRWA bei der Schaffung von Perspektiven für junge Menschen

UNRWA betreibt 710 Schulen, die etwa 540.000 Kindern Bildung bieten. Auf diese Weise schafft es Möglichkeiten und trägt dazu bei, die Risiken der Radikalisierung unter Jugendlichen zu verringern. Auf dem regionalen Arbeitsmarkt besteht eine Nachfrage nach frischen Absolventen von UNRWA-anerkannten Berufsbildungsprogrammen. Nach dem Ausbruch der Covid-Pandemie hat UNRWA eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche weiterhin Zugang zu Bildung haben, einschließlich Online-Lernprogrammen. UNRWA betreibt außerdem 143 medizinische Grundversorgungszentren in der Region und verschafft jedes Jahr 3,1 Millionen palästinensischen Flüchtlingen Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdiensten. Außerdem bietet es rund 400.000 palästinensischen Flüchtlingen ein soziales Sicherheitsnetz in Form von Lebensmitteln oder Geld-/Geldgutscheinen.

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