Swiss Lab entwickelt Gemüsekonservierungsbeschichtung für Lidl-Märkte

Die essbare Haut wurde von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Zusammenarbeit mit dem Einzelhändler Lidl Schweiz entwickelt und wird aus unter Druck stehenden Karottenresten hergestellt, die in Biogasanlagen oder direkt auf dem Feld entsorgt werden können.

„Durch den Einsatz der Schutzfolie reduzieren wir nicht nur Lebensmittelabfälle und Verpackungsmaterialien in großem Umfang, sondern verlängern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln bei unseren Kunden zu Hause“, Die Entwicklung sei ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, sagte Torsten Friedrich, CEO von Lidl Schweiz.

Von der Farm über das Labor bis hin zum Einzelhandel

Produkte aus Schweizer Landwirtschaft, die den kosmetischen Standards nicht entsprechen, werden gepresst und zu einem Fruchtfleisch verarbeitet, dem Trester. Anschließend werden sie gewaschen, gebleicht und zu einer Lösung aus Zellulose-Nanofasern gemahlen, die auf Obst und Gemüse gesprüht wird.

„Wir glauben, dass die Beschichtung eine zusätzliche Barriere schafft, die hilft, die Feuchtigkeit im Obst oder Gemüse zu schützen und somit seine Haltbarkeit verlängert“,Gustav Nyström, Leiter des Empa-Labors, gegenüber FoodNavigator-USA.

„Beim Bleichen haben wir festgestellt, dass die Zellulosefasern eine dichtere Schicht bilden konnten, die unserer Meinung nach für die Anwendung in Lebensmittelbeschichtungen nützlich sein könnte.“

Die Vorstudie der Empa zur Zellulosebeschichtung begann 2019 und wurde im Sommer 2021 abgeschlossen und zeigte erfolgreich eine Verzögerung der enzymatischen Bräunung von Bananen von bis zu sieben Tagen. Die dünn dispergierte homogene Schicht ist nahezu unsichtbar und leicht abwaschbar, für den Verbraucher ungiftig und kann zukünftig mit Zusatzstoffen wie Vitaminen oder Antioxidantien ergänzt werden.

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