Dürre in Madagaskar: Schweiz leistet zusätzlichen Beitrag von 900’000 Franken


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Die Schweiz leistet einen zusätzlichen Beitrag von 900’000 Franken zur Bewältigung der schweren Nahrungsmittelkrise in Madagaskar. Mit der Freigabe dieses Betrages, der die Aktivitäten des Welternährungsprogramms unterstützen soll, reagiert die Schweiz auf den jüngsten gemeinsamen Appell der Regierung Madagaskars und der Vereinten Nationen um internationale Hilfe. Auch in vielen anderen Ländern gibt es besorgniserregende Situationen, in denen Millionen von Menschen aufgrund von bewaffneten Konflikten, wirtschaftlichen Störungen durch die COVID-19-Pandemie und den Auswirkungen des Klimawandels an Nahrung mangeln. Im Jahr 2021 unterstützte die Schweiz mit insgesamt 100 Millionen Franken – ein neuer Rekord – die Aktivitäten des Programms, insbesondere in Afrika.

Die Ernährungsunsicherheit in Madagaskar eskaliert weiter. Seit Anfang des Jahres haben Behörden und humanitäre Organisationen ihre Anstrengungen verdoppelt, um die Folgen der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren und der wirtschaftlichen Stagnation im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie abzumildern. Mehr als eine Million Menschen benötigen derzeit Nahrungsmittelnothilfe und fast die Hälfte der Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren leidet an chronischer Mangelernährung.

Angesichts dieser Krise hat sich die Schweiz entschieden, einen zusätzlichen Beitrag von 900’000 Franken zu leisten. Mit diesem Betrag sollen die Operationen des WFP vor Ort unterstützt werden. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Departements für Finanzen und Wirtschaft (EDA) hat seit Jahresbeginn bereits rund 1,5 Millionen Franken bereitgestellt, um die Folgen der Krise abzufedern. Obwohl Madagaskar nicht zu den Schwerpunktländern zählt, ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz mit ihrer humanitären Hilfe auf der Insel aktiv. Es arbeitet mit der Schweizer Botschaft in Antananarivo zusammen, die die Lage im Land genau beobachtet und die Umsetzung der Hilfeleistungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterstützt.

Siehe auch  Folge 27

Kritische Situation weltweit
Neben Madagaskar gibt es mindestens 80 weitere Länder, hauptsächlich in Afrika und Asien, die mit Ernährungsunsicherheit konfrontiert sind. Hungersnotähnliche Zustände sind in 43 Ländern weit verbreitet. 45 Millionen Menschen sind von akuter oder katastrophaler Ernährungsunsicherheit betroffen, verglichen mit 41 Millionen Menschen im Juni 2021. Konfliktbedingte Vertreibung, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft und die Folgen des Klimawandels berauben Millionen von Menschen Die Beschaffung von Nahrungsmitteln in ausreichender Menge und Qualität, um den Nährstoffbedarf zu decken.

Das Welternährungsprogramm schlug im Februar dieses Jahres Alarm und forderte die internationale Gemeinschaft auf, zusätzliche Mittel zu mobilisieren, um den beispiellosen Bedarf zu decken. Damals hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit dem Welternährungsprogramm 2021 einen Rekordbetrag von 100 Millionen Franken zugesagt. Mit diesem neuen Beitrag an Madagaskar zahlt die Schweiz bis Ende dieses Jahres den vollen Betrag. Zum Vergleich: Die jährlichen Beiträge der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit an das Welternährungsprogramm beliefen sich in den Vorjahren auf rund 70 Millionen Franken und im Jahr 2020 auf 90 Millionen Franken. Die Schweiz beobachtet die Situation der globalen Ernährungsunsicherheit weiterhin mit grosser Aufmerksamkeit Anliegen. Die Schweizer Unterstützung der WFP-Operationen erfolgt in Form von finanziellen Beiträgen, technischer Hilfe von Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe und der Finanzierung politischer Initiativen von Organisationen der Vereinten Nationen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit.

Verteilt von der APO Group im Auftrag des Schweizerischen Auswärtigen Amtes.

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