Die Credit Suisse schliesst 14 Filialen in der Schweiz

Welche Filialen der Credit Suisse geschlossen werden, ist nicht bekannt © Keystone/Michael Buholzer

Die angeschlagene Schweizer Bank Credit Suisse wird im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungsprogramms bis Februar 2023 14 ihrer 109 Filialen in der Schweiz schließen. Zwei weitere Filialen werden in Beratungsstellen umgewandelt.

Dieser Inhalt wurde am 8. November 2022 – 13:42 veröffentlicht

Keystone-SDA/ts

„Diese Entscheidung ist vor allem auf die veränderten Gewohnheiten unserer Kunden zurückzuführen, die zunehmend Mobil- und Internetdienste nutzen“, sagte ein Sprecher der Credit Suisse gegenüber AWP am Dienstag und bestätigte damit Informationen des Portals Finews.

In einer E-Mail fügte er hinzu, dass die Zürcher Bank im Rahmen der jüngsten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmassnahmen die Anpassung ihres Filialnetzes beschleunigt habe.

Welche Filialen von der Schließung betroffen seien, machte er nicht konkret, betonte aber, dass die Bank «in allen Regionen der Schweiz» präsent bleiben werde.

Von den Schliessungen betroffene Mitarbeitende werden dabei unterstützt, „neue Möglichkeiten innerhalb der Credit Suisse zu finden. Auch ein Sozialplan steht ihnen zur Verfügung.“

Radikale Umstrukturierung

Die Credit Suisse hat in den letzten Jahren eine Reihe von Rückschlägen erlitten, weil sie bei angespannten Geschäftsabschlüssen und Gerichtsstreitigkeiten am falschen Ende stand. Die Regierung versucht, die Korruption zu stoppen, indem sie den Betrieb und die Strategie der Bank radikal reformiert.

Ende Oktober kündigte die Bankengruppe eine drastische Restrukturierung ihrer Investmentbank und Kostensenkungen an, die bis zum dritten Quartal 2025 zu einem weltweiten Abbau von 9.000 Stellen führen würden. Derzeit läuft ein Abbau von 2.700 Vollzeitstellen. In der Schweiz soll die Zahl der Stellen um rund 2000 auf 14’000 sinken, davon 500 bis Ende Jahr.

Die Credit Suisse plant, ihre Kosten um 15 % oder 2,5 Milliarden Franken (2,52 Milliarden US-Dollar) zu senken, um die Betriebskosten bis 2025 auf rund 14,5 Milliarden Franken zu senken.

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