Thomas Schweichje von Coop Schweiz spricht über die Balance zwischen Technologie und Komplexität

Thomas Schweichje von Coop Schweiz spricht über die Balance zwischen Technologie und Komplexität

Im Rahmen des Retail Technology-Berichts Umweltgerechtes Management Ich habe mich an leitende Führungskräfte des Einzelhandels gewandt, um ihre Sicht auf verschiedene aktuelle Themen der digitalen Transformation zu erfahren – darunter Thomas Schweitje, Leiter der Geschäftseinheit Digital und Kunden, Coop Schweiz. Dieser Artikel erschien erstmals in der ESM-Ausgabe März/April 2024.

Zu den jüngsten Technologieinitiativen von Coop Schweiz gehört Coop Finance+, eine neue digitale Lösung für Finanz- und Vorsorgeprodukte, die in die „Strategie der Gruppe passt, unseren Kunden auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene digitale Dienstleistungen anzubieten“, so Thomas Schwittje, Präsident von Coop. Digitaler Geschäftsbereich und Kunden.

Zusammen mit seinen verschiedenen Apps, darunter Coop.ch, Supercard und Fooby, erweitert der neue Service das digitale Ökosystem, das den Käufern zur Verfügung steht, mit Kommentaren Schweichje fügt hinzu, dass die Situation bislang „grundsätzlich positiv“ sei.

Glauben Sie, dass wir bei der Akzeptanz der Technologie durch Einzelhändler einen Wendepunkt erreicht haben, und wenn ja, warum?

Beim Einsatz von Technologie im Einzelhandel gelten seit Jahren im Wesentlichen die gleichen Grundsätze: Sie muss entweder den Kundennutzen deutlich steigern oder die Effizienz des Händlers deutlich steigern.

Technologien, die beides gleichzeitig gewährleisten, etablieren sich natürlich sehr schnell im Einzelhandel. Beispiele hierfür sind elektronische Regaletiketten und Self-Checkout-Boxen, die bei unseren Kunden sehr beliebt sind.

Wie werden Datenanalysen und Erkenntnisse Ihrer Meinung nach künftig die Entscheidungsprozesse in Supermärkten beeinflussen?

Die Datenanalyse wird schneller und genauer als je zuvor. Ein Beispiel sind Umsatzprognosen und darauf basierend automatisierte Bestellungen.

Unsere aktuelle Erfahrung ist, dass eine Kombination aus analytisch ermittelten Bestellmengen und Validierung durch erfahrene Mitarbeiter zumindest vorerst die besten Ergebnisse liefert.

Siehe auch  DOXA Sub 200T Seafoam Schweizer Uhren

Es ist jedoch durchaus vorstellbar, dass durch die Berücksichtigung weiterer Parameter sowie den Einsatz von KI und leistungsfähigeren Modellen systembasierte Vorhersagen genauer werden und die Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Fähigkeiten dann an anderer Stelle im Geschäft einsetzen können. . Allerdings ist dies derzeit noch Zukunftsmusik.

Welche Herausforderungen, wenn überhaupt, erwarten Sie für Einzelhändler bei der Integration neuer Technologien in ihre Abläufe?

Die vielleicht größte Herausforderung besteht darin, das Zusammenspiel aller Technologien optimal zu koordinieren. Es wird nicht die Technologie sein, die den Erfolg bringt. Es wird verschiedene Technologien geben, die optimal zusammenspielen müssen.

Achten Sie gleichzeitig darauf, nicht zu viele neue Technologien in zu kurzer Zeit einzuführen. Andernfalls wird die interne Komplexität zu stark zunehmen.

Der Erfolg kann darin liegen, die richtigen Technologien auszuwählen, die einen Unterschied machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert