Schweizer Regierung lehnt Forderung ab, fossile Brennstoffe ab 2050 zu verbieten

Bilder der Gletscher Eiger, Goji und Jessen wurden am 27. August 2019 in der Nähe der Jungfrau in den Schweizer Alpen in Wengen, Schweiz, aufgenommen. REUTERS/Denis Balibus

ZÜRICH (Reuters) – Die Schweizer Regierung sagte am Mittwoch, sie sei gut aufgestellt, um ihr Ziel von Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, und lehnte eine Kampagne zum Verbot fossiler Brennstoffe ab.

Die Regierung hat einen Gegenvorschlag zur Referendumskampagne der sogenannten Glacier-Initiative vorgelegt, die die Auswirkungen des Klimawandels im Alpenland reduzieren will.

In der Schweiz wird das Thema heikel, wo trockene Sommer, sintflutartige Regenfälle und Schneemangel im Winter zu den erwarteten Folgen des unkontrollierten Klimawandels gehören.

Die Kampagne Für ein gesundes Klima (Glacier Initiative) hat 2019 genügend Unterschriften für eine verbindliche Abstimmung im direktdemokratischen System der Schweiz gesammelt.

Die bis 2024 fällige Abstimmung fordert ein Verkaufsverbot für fossile Brennstoffe wie Öl, Benzin oder Diesel in der Schweiz nach 2050 mit kleinen Ausnahmen.

Die Regierung teilte ihre Bedenken und wolle das gleiche Ziel erreichen, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.

“Die Schweiz als besonders betroffenes Alpenland hat ein Eigeninteresse daran, den Klimawandel einzudämmen”, sagte die Regierung.

“Aber die Initiative geht dem Bundesrat (der Regierung) in bestimmten Bereichen zu weit”, fügte sie hinzu. «Die Schweiz ist stark in Innovation und Finanzen und daher gut aufgestellt, um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen.»

Die Regierung spricht sich gegen ein Verbot fossiler Brennstoffe ab 2050 aus und möchte mit den neuen Maßnahmen auch die besondere Situation der Bergregionen berücksichtigen.

Militär, Polizei und Rettungsdienste müssen auch nach 2050 weiterhin fossile Brennstoffe verwenden, sagt die Regierung. Skeptisch ist auch, dass Treibhausgasemissionen kompensiert werden können, da die dauerhafte Kohlendioxidspeicherkapazität in der Schweiz begrenzt ist.

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John Revell berichtet; Bearbeitung von Michael Shields

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