Schweiz – Geteilte E-Bikes und E-Scooter arbeiten am Klima mehr …

(MENAFN- Swissinfo) E-Bikes in Privatbesitz werden eher als Ersatz für Autos eingesetzt als in Sharing-Systemen. Keystone / Laurent Gilliron

Eine Schweizer Studie hat herausgefunden, dass E-Scooter und geteilte E-Bikes das Klima negativ beeinflussen können. Dies liegt daran, dass solche Dienste in der Regel Fahrten mit normalen Fahrrädern und nicht mit Autos ersetzen.

Dieser Inhalt wurde veröffentlicht am 03.01.2022 – 11:34 Uhr und 03.01.2022 – 11:34 Uhr swissinfo.ch/ilj

  • Portugiesische (pt) E-Bikes und öffentliche E-Scooter „schaden dem Klima mehr als nützen“

Mehrere Großstädte, darunter Zürich, planen, E-Bikes und E-Scooter zu mieten und zu teilen, um den Stadtverkehr zu erleichtern und den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Doch wie stark sich kleine Mobilitätslösungen auf das Klima auswirken werden, ist bislang nicht klar.

Das Laufen von Rollern und E-Bikes erscheint auf den ersten Blick klimafreundlich, da sie ohne Verbrennungsmotoren auskommen. Aber was den CO2-Fußabdruck betrifft, ist es letztlich der Verkehr, der typischerweise ersetzt wird“, erklärt Daniel Rick vom Institut für Verkehrsplanung und externe Linksysteme (IVT) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) in a Aussage zu den beiden External Link.

Nicht sehr grün

Die Forschenden zeigten, dass geteilte E-Bikes und E-Scooter in Zürich im Wesentlichen die ohnehin schon umweltfreundlicheren Verkehrsmittel Tram, Velo und Fussgänger ersetzten. Es ersetzt in der Regel keine Autofahrten, wie in einigen früheren Studien vermutet wurde.

„So wie sie derzeit genutzt werden, schaden Shared-Scooter und E-Bikes dem Klima mehr, als dass sie nützen“, sagt Rick.

Doch die Studie ergab ein anderes Bild von E-Scootern und privaten E-Bikes, die oft Autofahrten ersetzt haben. Sie produzierten also weniger CO2 als die ersetzten Verkehrsmittel – und waren damit klimafreundlicher.

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Die Ergebnisse der in der Zeitschrift Transportation Research Part D: Transport and EnvironmentExterner Link veröffentlichten Studie wurden am Sonntag in der Zeitung NZZ am Sonntag vorgestellt.

65.000 Flüge analysiert

Um zu seinen Schlussfolgerungen zu gelangen, hat das Team über einen Zeitraum von drei Monaten Standortdaten, Reservierungen und Umfragedaten von 540 Reisenden in der Stadt Zürich gesammelt. Dann konnten sie über 65.000 Flüge mit acht Verkehrsträgern rekonstruieren. Kontextinformationen, wie verfügbare Wetter- und Navigationsoptionen, wurden ebenfalls in die Studie aufgenommen.

Dies ermöglichte es Rick und seinen Kollegen, das erste Modell seiner Art zu entwickeln, um zu zeigen, wie Menschen zwischen Verkehrsmitteln wählen, einschließlich geteilter, privater und öffentlicher Verkehrsmittel.

Das Team hofft, dass die Ergebnisse, die die Annahme widerlegen, dass geteilte Mobilität die Umwelt schützt, für Stadtverkehrsplaner von Nutzen sein werden. Zürich sei keine Ausnahme, da die Ergebnisse auf die meisten europäischen Städte mit guter öffentlicher Verkehrsinfrastruktur zutreffen könnten.

Lektionen für Planer

„Behörden, die die verkehrsbedingten Kohlendioxidemissionen reduzieren möchten, könnten die gemeinsame Mikromobilität effektiver in den öffentlichen Verkehr integrieren und die Mobilität durch private Mikromobilität unterstützen“, schlug Rick vor.

Verkehrsplaner können auch mit Dienstleistern zusammenarbeiten, um Wege zu finden, das Potenzial des Service-Sharing zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen zu maximieren. So können beispielsweise E-Scooter und Shared E-Bikes den Wassersammelbereich des öffentlichen Personennahverkehrs erweitern.

„Ob dieses Potenzial realisiert werden kann, hängt davon ab, wie feine Kinetiken in die Zukunft integriert und genutzt werden“, sagt Rick.

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