Riesige „Wasserbatterie“-Fabrik in der Schweiz eröffnet

Das Wasserkraftwerk in Nantes-de-Drance enthält sechs riesige Turbinen in einer von einem Berg ausgehöhlten Höhle. © Keystone/Laurent Gillieron

Ein Schweizer Speicherkraftwerk, das Strom produzieren und Energie aus anderen Quellen speichern kann, wurde offiziell eröffnet.

Dieser Inhalt wurde am 09.09.2022 – 14:39 Uhr veröffentlicht

swissinfo.ch/mga

Seit Juli ist das Wasserkraftwerk Nantes de Drances in der Westschweiz in Betrieb. Seine Turbinen können 900 Megawatt Strom pro Stunde erzeugen, indem sie Wasser aus einem Überkopfreservoir durch die Schleusen des Damms ablassen.

Das ist eine ähnliche Menge an Stromproduktion wie das Kernkraftwerk Gösgen in der Schweiz, was Nant de Drance zu einem der größten Energieproduzenten in Europa macht.

Die Anlage in Nant de Drance kann auch Energie speichern, indem Wasser zurück in den Tank gepumpt wird, um es wiederzuverwenden, wenn mehr Strom benötigt wird. Die Speicherkapazität der Anlage entspricht mehr als 400.000 Autobatterien.

Es wurde gebaut, um Schwankungen in der Wind- und Solarenergieversorgung zu bewältigen und zur Stabilisierung der Stromerzeugung in ganz Europa beizutragen.

Es kann zum Beispiel überschüssige Energie aus Solarkraftwerken in Europa speichern, um sie später freizusetzen, wenn die Sonne nicht scheint.

Die Station Nant de Drance wird in einer abgelegenen Gegend des Kantons Wallis auf 2225 Metern über Meer neben dem Stausee Vieux Emosson errichtet.

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

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