Hörgesundheit: Prävention, Tests, Ursachen und Symptome

Eine Verschlechterung des Hörvermögens geht für die meisten Menschen mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität einher. Wenn die Teilnahme an Konversationen und am Straßenverkehr zur Herausforderung werden, leidet unter anderem das soziale Leben Betroffener. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, Hörverlust zu verhindern, zu erkennen und falls nötig, zu behandeln. Welche wesentlichen Schritte Sie unternehmen können, um Ihre Hörgesundheit zu erhalten und zu verbessern, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Prävention von Hörverlust

Den wichtigsten Schritt für ein gesundes Gehör können Sie täglich aufs Neue tun: Schützen Sie Ihre Ohren.

Das bedeutet in erster Linie, sich nicht über längere Zeit hinweg Lärm und hohen Lautstärken auszusetzen. Am Arbeitsplatz lässt sich das am besten durch geeignete Ohrstöpsel oder Ohrenschützer verhindern. Achten Sie dabei darauf, dass Sie Stöpsel korrekt verwenden und einführen. Oft müssen diese vorher aufgewärmt oder geknetet werden. Sollten Sie sich für Ohrenschützer entscheiden, wählen Sie solche, die speziell für den Zweck entwickelt worden sind – Kopfhörer sind dafür keine Alternative.

Neben Maschinisten und Industriearbeitern gehören Musiker und Menschen im Veranstaltungsgeschäft zu den Risikogruppen für Tinnitus und Hörbeschwerden. Für sie gibt es unter anderem Stöpsel, die die Lautstärke wesentlich reduzieren können, ohne die Musik zu dämpfen. Für regelmäßige Konzert- oder Clubbesucher funktionieren diese natürlich ebenfalls. Falls Sie in Ihrer Freizeit andere “laute” Aktivitäten wie beispielsweise das Jagen verfolgen oder gerne mit Elektrowerkzeugen arbeiten, sollten Sie auch dabei Ihre Hörgesundheit nicht aufs Spiel setzen und Ihre Ohren entsprechend schützen.

Hörtests

Das Gehör von Erwachsenen und Kindern sollte regelmäßig Rahmen der Vorsorge getestet werden. Wer sich beruflich oder privat häufig in lauten Umgebungen wiederfindet oder zu einer Risikogruppe gehört, sollte besonderen Wert darauf legen, jährliche Evaluierungen vornehmen zu lassen. Dadurch kann eine Beeinträchtigung gegebenenfalls frühzeitig entdeckt und adressiert werden. Wer bereits eine Verminderung seines Hörvermögens vermutet, sollte auf jeden Fall einen Test beim Audiologen oder Hörgeräteakustiker veranlassen.

Siehe auch  5 erstaunliche Vorteile beim Kauf eines Roboter Pool Staubsaugers

Glücklicherweise sind Hörtests – ähnlich wie Sehtests – unkompliziert, schmerzlos und leicht zugänglich. Namentliche Hörgerätefirmen wie EarPros bieten deutschlandweit kostenlose Konsultationen mit Hörakustikern an. Diese bestehen in der Regel aus drei Teilen: Anamnese, Untersuchung des Ohrs und audiometrische Tests.

Anamnese

Bei der Anamnese wird Ihre Krankheitsgeschichte im Zusammenhang mit Ihrer audiologischen Gesundheit aufgenommen und dokumentiert. Der Hörakustiker oder Audiologe stellt relevante Fragen zu Ihrem Lebensstil und hält fest, ob Sie eine Beeinträchtigung Ihrer Hörfähigkeit festgestellt haben.

Untersuchung des Ohrs

Die visuelle Inspektion des Gehörgangs und des Trommelfelles erfolgt mit einem sogenannten Otoskop. Sie gibt Aufschluss darüber, ob möglicherweise eine Verstopfung durch Cerumen vorliegt. Des Weiteren kann die Untersuchung helfen, eine Verletzung des Trommelfelles oder eine Infektion des äußeren Gehörganges auszuschließen.

Audiometrische Tests

Mehrere audiometrische Tests werden durchgeführt, um die Leistung Ihres Gehörs zu evaluieren. Um die Lautstärke und Frequenz Ihres Hörbereichs zu ermitteln, werden Ihnen zum Beispiel Töne über einen Kopfhörer zugespielt. Sie geben ein Zeichen, wenn Sie etwas hören, wodurch unter anderem das Minimalvolumen ermittelt wird. Die Spracherkennung und -differenzierung wird ebenfalls getestet, indem Ihnen verschiedene Aufnahmen bei unterschiedlichen Lautstärken vorgespielt werden. Ein Test des Knochentons dabei helfen, die Art des Hörverlustes weiter zu differenzieren. Indem ein Bügel hinter das Ohr gesetzt wird, der leicht vibriert, kann gemessen werden, wie effektiv der Ton vom Innenohr aufgenommen und weitergeleitet wird.

Die Resultate werden in der Form eines Audiogrammes dargestellt, dass Ihren Hörbereich widerspiegelt. Dieses wird dann von Audiologen ausgewertet, der Ihnen gegebenenfalls eine Empfehlung für den HNO mitgeben kann. Weitere Details zum Ablauf von Hörtests und zu Terminvereinbarungen finden Sie unter https://www.earpros.com/de-ch/nutzliche-ressourcen/hortest.

Siehe auch  Bedeutung der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in der Schweiz

Ursachen von Hörverlust

Es gibt viele Ursachen für eine Minderung oder gar den Verlust des Hörvermögens. Die folgenden Risiken und Faktoren können eine Rolle spielen.

Lärmbelastung 

Wie bereits zu Beginn erwähnt, können eine erhöhte Lärmbelastung im Beruf oder in der Freizeit das Gehör negativ beeinträchtigen. Je lauter und je länger, umso schlechter für die Ohren. Ein Schallüberdruck kann nämlich die Haarzellen schädigen, was unter anderem in einem Tinnitus resultieren kann. Das permanente “Klingeln” im Ohr ist unter Konzertmusikern besonders verbreitet und plagt viele ein Leben lang.

Alter

Der Alterungsprozess führt zu einer Degeneration der Härchen und Nerven im Innenohr, die dafür verantwortlich sind, Sound-Signale an das Gehirn weiterzuleiten. Wenn ein bedeutender Teil davon fehlt oder beschädigt ist, wird die Übertragung schlechter. Dies führt dazu, dass höhere Töne gedämpfter und leiser wahrgenommen werden. Gleichzeitig heben sich Stimmen weniger deutlich von Hintergrundgeräuschen ab, was es schwieriger machen kann, Gesprächen zu folgen.

Genetik:

Degenerative Krankheiten oder eine Neigung zum schlechteren Hören im Alter können vererbt sein. Mithilfe von präventiven Maßnahmen und regelmäßigen Hörtests kann das Gehör jedoch länger und besser erhalten bleiben.

Infektionen:

Speziell chronische und wiederkehrende Ohrenentzündungen können das Hörvermögens dauerhaft negativ beeinträchtigen.

Bestimmte Krankheiten:

Tumore an bestimmten Stellen, gewisse Gehirn- und Nervenerkrankungen und solche, die mit extrem hohem Fieber eingehen, können einen Hörsturz zur Folge haben.

Medikamente:

Es gibt Medikamente, von denen bekannt ist, dass sie das Innenohr schädigen können. Darunter manche Antibiotika, Chemotherapie-Medikamente und Medikamente gegen erektile Dysfunktion.

Verletzungen:

Sowohl Verletzungen im Ohr – zum Beispiel ein Riss im Trommelfell – als auch am Gehirn können zu einem Hörverlust führen.

Siehe auch  Alonso wird nach einem Verkehrsunfall einer Kieferoperation unterzogen

Verstopfung der Ohren :

Wenn sich zu viel Cerumen angesammelt hat, kann dies verhindern, dass Schallwellen vom Gehörkanal effektiv weitergeleitet werden. Der Hausarzt oder HNO kann dies durch eine Spülung lösen und damit die volle Hörfähigkeit wiederherstellen.

Symptome

Die Symptome des Hörverlustes werden in manchen Fällen stärker von den Menschen im Umfeld wahrgenommen als vom Betroffenen selbst. Weisen Sie Personen, die Sie kennen, diplomatisch darauf hin, falls Sie eine Minderung der Hörfähigkeit bemerken und nehmen Sie es ernst, falls Sie den gut gemeinten Hinweis von jemandem erhalten. Im Zweifelsfall schadet es nie, sicherheitshalber einen Hörtest machen zu lassen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören: 

  • Sprache und bestimmte Geräusche werden nur gedämpft oder nicht gehört.
  • Es ist schwieriger, hohe Stimmen zu verstehen als tiefe.
  • Das Verstehen von Sprache fällt schwer, sobald es Hintergrundgeräusche gibt.
  • Es ist schwierig, Konsonanten eindeutig zu hören.
  • Man muss andere häufig bitten müssen langsamer, deutlicher oder lauter zu sprechen.
  • Das Radio oder der Fernseher müssen lauter gedreht werden.

Wer einen plötzlichen Hörverlust auf einem oder beiden Ohren wahrnimmt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Sollte eine Verringerung des Hörvermögens mit Schmerzen oder anderen Symptomen einhergeht, gilt es, direkt den HNO zu kontaktieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.