Eine Hommage an Godard: eine filmische Reise durch die Linse von Georges Pierre in Istanbul

Eine Hommage an Godard: eine filmische Reise durch die Linse von Georges Pierre in Istanbul

Das Französische Kulturzentrum (Französisches Institut der Türkei) und Cinematek/Sinema Evi arbeiten zusammen, um Kunstliebhabern die wunderbaren Bilder und Filme des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard näher zu bringen.

Mit Unterstützung von BluTV, 212 Photographystanbul und dem Schweizer Generalkonsulat in Istanbul wird die Ausstellung mit dem Titel „Through the Lenses of Georges Pierre: Godard“ am 2. Oktober in den Ausstellungshallen des Kulturzentrums eröffnet. Andererseits wird den Kinobesuchern ab dem 24. Oktober eine Retrospektivausstellung mit dem Titel „Godard in den 1960er Jahren“ präsentiert, die 11 Filme des Regisseurs und eine Dokumentation über sein Leben umfasst.

Parallel zu diesen Veranstaltungen und im Rahmen der 212. Fotomesse in Istanbul zeigt das Zentrum am 11. Oktober den Film „Le Mepris“ („Verachtung“), gefolgt von einer Diskussion mit dem Regisseur und Drehbuchautor Cem Başskioglu. Am 13. Oktober wird der Film „A bout de souffle“ (Atemlos) gezeigt, ebenfalls mit türkischen Untertiteln.

Jean-Luc Godard, eine der prominentesten Figuren der französischen New-Wave-Bewegung und ein prominenter Name in der siebten Kunst, starb am 13. September. Er ist dafür bekannt, die Grenzen des traditionellen Kinos zu sprengen. Georges Pierre wiederum gilt als einer der bedeutendsten Fotografen in der Welt des Kinos, insbesondere unter New-Wave-Regisseuren. In Begleitung seines Kollegen Raymond Cocheter besichtigte er Vorbereitungsräume und Drehorte, um zu dokumentieren, was sich hinter den Kulissen abspielte, und wurde Zeuge der Revolutionen im Kino, die zur Entstehung der New Wave führten.

Georges Pierre ist ein preisgekrönter Kameramann, der seine Karriere als Schauspieler in der Filmindustrie begann. Doch als ihn das Elle-Magazin bat, Filmaufnahmen in einer „Serie“ von Fotos zu verewigen, überwog seine Leidenschaft für die Fotografie seinen Wunsch, auf der Leinwand zu erscheinen. Er hat die natürlichsten und authentischsten Momente der größten New-Wave-Filme perfekt eingefangen. Seine unzähligen Bilder, die vom kreativen und innovativen Geist dieser Zeit zeugen, verdeutlichen, wie Jean-Luc Godard die traditionellen Regeln des Kinos in Frage stellte.

Siehe auch  Die zweite Vorstandssitzung des Projekts „Unterstützung Ägyptens bei der Ausrichtung der COP27-Konferenz“ hebt die Errungenschaften der COP27 und den Übergang zur COP28 hervor

Die Ausstellung betont auch die Rolle der Fotografen. Obwohl sie außerhalb der Filmszenen aufgenommen wurden, gelingt es ihren Bildern, die Essenz des Films in einem einzigen Bild zu vermitteln. In einer Zeit ohne digitale Technologie spielten Fotografen nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Dokumentation des Filmmaterials, sondern auch bei der Produktion von Bildern zur Werbung für den Film. Georges Pierre und seine legendären Bilder haben eine Generation französischer Regisseure nachhaltig geprägt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert