Berichtsjahr: Recht der künstlichen Intelligenz in der Schweiz

Berichtsjahr: Recht der künstlichen Intelligenz in der Schweiz

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Allgemein im Rückblick

Ich bin Technologie

Im vergangenen Jahr gingen die meisten Auszeichnungen und Anerkennungen an Unternehmen aus den Bereichen Biowissenschaften und Robotik, aber auch aus anderen Branchen wie Landwirtschaft und Finanzen:14

  1. Ein Start-up mit Sitz im Kanton Waadt ermöglicht mit der Erfindung eines neuen softwaregesteuerten Industrierobotersystems die Reduzierung von Produktionsflächen und die Steigerung der Produktionsproduktivität für viele Branchen.
  2. Ein weiteres Startup gibt mobilen Robotern Augen und Gehirn und löst damit komplexe Automatisierungsherausforderungen, mit denen seine Kunden bei Logistik- und Servicerobotern konfrontiert sind.
  3. Ein Startup hat ein KI-gestütztes Gerät entwickelt, das blinden und sehbehinderten Menschen dabei helfen soll, sich sicher durch die Welt zu bewegen. Ausgestattet mit 3D-Kameras identifizieren und prognostizieren sie die Flugbahnen von Objekten in der Umgebung und geben dem Träger über Knochenleitungskopfhörer ein intuitives Feedback.
  4. Ein Startup bietet der Materialindustrie innovative Software zur effizienten Analyse von Spektroskopiedaten an. Seine Software zielt darauf ab, Engpässe bei Halbleitern und anderen Rohstoffen zu beheben, die die Lieferketten stören.
  5. Ein Unternehmen bietet eine KI-basierte Plattform an, die es Agronomen in Gewächshäusern und vertikalen Farmen ermöglicht, Umwelt- und Pflanzenwachstumsdaten in Echtzeit zu überwachen.
  6. Ein Unternehmen entwickelt unbemannte Hubschraubersysteme mit großer Reichweite für Inspektions-, Überwachungs- und öffentliche Sicherheitsanwendungen.
  7. Ein Unternehmen entwickelt eine Unterwasserdrohne, die in allen Gewässern autonom operieren kann, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz zu gewährleisten und gleichzeitig die Risiken für Taucher zu verringern.

ii Entwicklungen in Politik und Gesetzgebung

Eine bemerkenswerte Gesetzesentwicklung ist das revidierte DSG, das am 1. September 2023 in Kraft trat.15 Das DSG ist dann angemessen, wenn die personenbezogenen Daten zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden oder im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Systemen verarbeitet werden. Das DSG verpflichtet Datenverantwortliche, betroffene Personen über den Zweck der Datenverarbeitung, Datenempfänger und andere Angelegenheiten zu informieren. Eine der bemerkenswertesten Änderungen ist die Einführung direkter strafrechtlicher Sanktionen für natürliche Personen, die für Datenverarbeitungstätigkeiten verantwortlich sind, mit einem Höchstbetrag von bis zu 250.000 Schweizer Franken. Die Sanktionen richten sich daher gegen die verantwortlichen natürlichen Personen und nicht gegen die juristische Person, die die Daten verarbeitet, wie es im EU-Recht der Fall ist. Neben der Ausweitung der Befugnisse des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) zielt dieses erschreckende Sanktionsregime darauf ab, die Durchsetzung zu verbessern. Neben der Ausweitung der Betroffenenrechte wurden auch mehrere durch die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) festgelegte Pflichten übernommen, etwa die Pflicht zur Führung eines Verzeichnisses der Datenverarbeitungsvorgänge, zur Meldung von Datenschutzverstößen und zur Meldung von Datenschutzverstößen . Führen Sie Datenschutz-Folgenabschätzungen durch.

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In Zusammenarbeit mit neun weiteren nationalen Datenschutzbehörden hat der EDÖB am 24. August 2023 eine Gemeinsame Stellungnahme für Betreiber von Social-Media-Plattformen zum Schutz personenbezogener Daten vor Datendiebstahl veröffentlicht.16 Unter Data Scraping versteht man im Allgemeinen die automatisierte Extraktion von Daten aus dem Internet. Laut EDÖB kann Data Scraping zu einer Datenschutzverletzung führen.

Am 13. April 2022 veröffentlichte das Auswärtige Amt Künstliche Intelligenz und internationale Regeln ein Bericht,17 Entwickeln Sie verschiedene Massnahmen, damit die Schweiz eine aktive Rolle bei der Gestaltung und Mitgestaltung eines angemessenen globalen KI-Regelwerks spielen kann. Eine der wichtigsten Empfehlungen besteht darin, die Zusammenarbeit mit Organisationen für technische Standards zu verstärken, die eine wichtige Rolle bei der Gestaltung globaler KI-Regeln und -Standards spielen werden. Der Entwurf eines EU-Gesetzes zur künstlichen Intelligenz bezieht sich auf diese Kriterien; Daher ist zu erwarten, dass diese Standards auch für die Schweiz an Bedeutung gewinnen werden.

Drittens, Fälle

Trotz der stetig wachsenden Bedeutung von KI in der Schweizer Rechtslandschaft ist die Schweizer Rechtsprechung in diesem Bereich noch nicht sehr weit fortgeschritten und es gibt noch keine veröffentlichten Gerichtsurteile, die sich mit spezifischen KI-bezogenen Fragen befassen.

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