Asylsuchende müssen mit einem härteren Vorgehen rechnen als die Schweiz

Asylsuchende müssen mit einem härteren Vorgehen rechnen als die Schweiz

Die Schweizer Asylzentren fühlen sich überfordert.

KEYSTONE/© KEYSTONE / TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI

Der Schweizer Justizminister Piet Jans schlug eine Reihe von Maßnahmen vor, um die Belastung der Asylbewerberunterbringungszentren zu verringern. Jans fordert ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Asylbewerber, eine Ausweitung des 24-Stunden-Antragsverfahrens für Asylbewerber mit geringen Aussichten auf Annahme und das Einfrieren von Anträgen am Wochenende.

Jans verkündete am Dienstag nach einem Besuch im Bundesasylzentrum in Chiasso den Medien die Reformen im Asylbereich. Im vergangenen November hatte Elisabeth Böhm-Schneider, Jans‘ Vorgängerin im Justizministerium, die Möglichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung des Asylstatus angesprochen, nachdem Chiasso wegen krimineller Asylbewerber Schlagzeilen gemacht hatte.

+ Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im Asylzentrum in Chiasso

Allerdings blieb die inzwischen ins Bundesministerium für Inneres gewechselte Bohm Schneider bei ihrem damaligen Besuch im Tessin in ihren Aussagen zwiespältig. Sie müsste die Situation zunächst sorgfältig analysieren.

Knapp zwei Monate nach seinem Amtsantritt hat Jans nun konkrete Maßnahmen angekündigt. So wird beispielsweise vorgeschlagen, das in den letzten Monaten im Bundesasylzentrum Zürich erfolgreich erprobte 24-Stunden-Verfahren bis Ende April 2024 auf alle Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion auszuweiten.

Um Anträge ohne Asylmöglichkeit schnellstmöglich abschließen zu können, werden alle wesentlichen Verfahrensschritte innerhalb dieser sehr kurzen Frist durchgeführt. Asylbewerber aus ihren Herkunftsländern, bei denen die Wahrscheinlichkeit, als Asylbewerber anerkannt zu werden, sehr gering ist, sollten ihren Asylantrag vorab schriftlich begründen.

+ Warum die Schweiz mit einem 24-Stunden-Asylverfahren experimentiert

Um dem Missbrauch der Asylstrukturen entgegenzuwirken, können Asylanträge künftig nur noch unter der Woche gestellt werden. Dadurch würde laut Jans verhindert, dass Asylbewerber über das Wochenende in Bundesasylzentren bleiben und diese wieder verlassen müssen, bevor am Montag ihre Fingerabdrücke abgenommen werden können und das Asylverfahren offiziell eröffnet wird.

Gefährdete Asylbewerber wie alleinreisende Frauen, Familien, unbegleitete Minderjährige, kranke oder ältere Menschen müssen laut Jans weiterhin untergebracht werden. Ziel ist es auch, zu verhindern, dass Asylbewerber am Wochenende obdachlos bleiben.

Aus dem Deutschen übersetzt von DeepL/mga

Diese Nachricht wurde sorgfältig verfasst und von einem externen Redaktionsteam überprüft. Bei SWI swissinfo.ch wählen wir die relevantesten Nachrichten für ein internationales Publikum aus und verwenden maschinelle Übersetzungstools wie DeepL, um sie ins Englische zu übersetzen. Durch die Bereitstellung automatisch übersetzter Nachrichten haben wir Zeit, ausführlichere Artikel zu schreiben.

Wenn Sie mehr über unsere Arbeitsweise erfahren möchten, schauen Sie hier vorbei. Wenn Sie Kommentare zu dieser Nachricht haben, schreiben Sie bitte an [email protected].

Siehe auch  Projektadministrator - Schweiz | ReliefWeb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert