Wo kommt die Schokolade von Läderach her?

Wo kommt die Schokolade von Läderach her?

Der Name Läderach Switzerland steht für Schokolade der höchsten Qualität. Die Pralinés, Truffes und Schokoladen der Schweizer sind nicht im Supermarkt erhältlich, sondern werden in edlen Boutiquen verkauft, wo sie wie kostbare Juwelen in Glasvitrinen liegen. Läderachs Süssigkeiten bewegen sich auch preislich im gehobenen Segment, doch die Qualität und Frische der Zutaten rechtfertigen den Preis. Das Familienunternehmen ist stolz auf seine Tradition, jeden Schritt vom Anbau und der Ernte der Kakaobohnen bis zum Verkauf der fertigen Süsswaren selbst zu kontrollieren. Deshalb unterhält Läderach enge Partnerschaften mit Kakaobauern in Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Ghana, Madagaskar und Trinidad.

Die Partner von Läderach sind für gewöhnlich Kleinbauern, die im Familienbetrieb die eigenen Plantagen bestellen. Die Kooperation mit Läderach bedeutet für diese Bauern viel: Sie bleiben unabhängig von grossen Konzernen und verbessern ihre Lebensqualität, da Läderach ihnen ausserordentlich gute Preise zahlt. Wie CEO Johannes Läderach der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao in einem Interview verriet, erhalten die Kakaobauern gut ein Drittel mehr, als sonst im jeweiligen Herkunftsland üblich. Für diesen Lohn verlangt Läderach nachhaltige Anbaumethoden unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards.

Projekt Cocoa Tech Bridge – den Kakaobauern eine Brücke bauen

Nachhaltigkeit, Transparenz und Respekt bestimmen den Moralkodex der Schweizer, während moderne Technik dafür sorgt, dass ihre Werte rings um die Welt eingehalten werden. Im April 2019 begann Läderach das Projekt „Cocoa Tech Bridge“, um eine ebenso einfache wie effektive Software-Lösung zur Kontrolle der Kakao-Verwertungskette einzuführen. Die Software wurde von einem Konglomerat verschiedener Entwickler in Kooperation mit der FarmStrong Foundation programmiert und auf Läderachs individuelle Bedürfnisse zugeschnitten. Das Projekt lief in einer ersten Testphase bis Ende 2021 und wird seitdem erfolgreich eingesetzt sowie laufend weiterentwickelt.

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Die Cocoa Tech Bridge bietet Kakaobauern eine Plattform, auf der sie sich registrieren können. Sie erhalten eine ID Card, die mit ihrem Profil verbunden ist und genutzt wird, um sämtliche Prozesse von der Ernte bis zum Abtransport der Kakaobohnen zu bestätigen und zu überwachen. Die initiale Testphase wurde genutzt, um die ersten, fast 300 registrierten Kakaobauern in der Anwendung der Software zu schulen. Dass die App ohne Internetverbindung funktioniert, erleichtert ihre Nutzung in den entlegenen Äquatorialregionen. Daten lassen sich auf dem Smartphone speichern, um sie ins Netzwerk einzuspeisen, sobald die Nutzer wieder eine Verbindung haben. Die Nutzung einer gemeinsamen Software für alle Partner erleichtert die komplizierte Logistik des Kakao-Imports nach Läderach-Standards enorm.

Wo und wie der Kakao für Läderach-Schokolade geerntet wird

Die kostbaren Kakaobohnen sind die Samen der Frucht des Kakaobaums, der nur in den heissen Regionen nahe des Äquators gedeiht. Mitarbeiter von Läderach reisen regelmässig in die Anbauländer wie Brasilien, Ghana oder Ecuador. Sie kontrollieren die Einhaltung der Qualitätsvorgaben und tauschen sich mit den Bauern über deren Bedürfnisse aus. Den Schweizer Chocolatiers ist wohl bewusst, dass niemand den jeweiligen Kakao besser kennt, als die Familie, welche ihn seit Generationen anbaut. Die Kakaobauern ernten das „braune Gold“ mit speziellen Werkzeugen von Hand – die Plantagen kommen nahezu komplett ohne den Einsatz von Maschinen aus.

Zweimal pro Jahr kann geerntet werden, wobei die Schoten zunächst vom Baum geschnitten und dann mit scharfen Macheten aufgetrennt werden. Die Kakaobohnen werden aus dem süsslichen, weissen Fruchtfleisch gelöst und gesammelt. Anschliessend werden die Bohnen mehrere Tage lang fermentiert – wie lange genau, hängt von der jeweiligen Kakaosorte ab. Dieser Schritt ist sehr wichtig, denn während der Fermentation entwickelt sich das charakteristische Kakao-Aroma. Unter der heissen Sonne trocknen die fermentierten Bohnen noch einige Tage, bis sie in Jutesäcke gefüllt und in die Schweiz verschickt werden.

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Natürlich werden diese Kakao-Säcke nicht romantisch mit dem Postflugzeug eingeflogen, sondern in Schiffscontainern mit 12,5 Tonnen Fassungsvermögen transportiert. Die Container werden markiert und über die Cocoa Tech Bridge verfolgt. Auf verschiedenen Schiffsrouten gelangen sie in den Zielhafen Amsterdam, wo Läderach ein Warenhaus betreibt. Von Amsterdam findet der Kakao seinen Weg in eine der Läderach-Manufakturen im malerischen Kanton Glarus. Dort wird er zu frischer Schokolade weiterverarbeitet, welche schliesslich in den Schokoladenboutiquen oder im Onlineshop von Läderach angeboten wird.

Dem Herkunftsland zu Ehren: Läderachs Single-Origin-Schokoladen

Das Schokoladen-Sortiment von Läderach ist gross und vielseitig. Neben Pralinés, Truffes und den beliebten FrischSchoggi-Tafeln in verschiedenen Geschmacksrichtungen werden auch sogenannte „Single Origin Schokoladen“ angeboten. Während die meisten Süssspeisen aus einer Mischung verschiedener Kakaosorten bestehen, ist in den Single-Origin-Produkten stets nur eine einzige Sorte enthalten. So wird das jeweilige Herkunftsland geehrt und das typische Aroma seines Kakaos lässt sich unverfälscht geniessen.

  • FrischSchoggi Single Origin Brasil 70% Cacao:FrischSchoggi ist eines der beliebtesten Produkte von Läderach. Die riesigen Tafeln werden in verschiedensten Sorten angeboten und als Bruchschokolade nach Kundenwunsch portioniert. Im Onlineshop sind Tafeln von bis zu 500 Gramm Gewicht erhältlich. Häufig wird FrischSchoggi mit anderen Zutaten wie Nüssen oder Mandeln versetzt, doch die Single Origin Brasil besteht aus reiner dunkler Schokolade mit 70 Prozent Kakaogehalt. Das leicht bittere Aroma des kostbaren Kakaos kann sich so frei entfalten. Läderach rät dazu, die frische Schokolade innerhalb von drei Wochen zu verzehren, um das maximale Geschmackserlebnis zu erfahren.
  • FrischSchoggi Single Origin Madagaskar 64% Cacao Zitrone:Für die dunkle Schokolade dieser Sorte kommt reiner Madagaskar-Kakao zum Einsatz. Ihr zartherber Geschmack wird durch die in die Schokoladenmasse eingestreuten, knusprigen Zitronenstückchen optimal ergänzt. Die Bruchschokolade besitzt dadurch eine angenehme Textur und ein süsslich-herbes, tropisches Aroma.
  • Tafel Single Origin Trinidad 80%:Das kräftige Aroma des Trinidader Kakaos erfüllt diese schmalen, veganen Schokoladentafeln. Mit einem Kakaoanteil von 80 Prozent handelt es sich um die dunkelste Schokoladensorte, die von Läderach angeboten wird. Neben einer fruchtigen und blumigen Note, welche an rote Beeren erinnert, lassen sich feine Röstaromen von Tabak aus der Schokolade herausschmecken. Kakao-Gourmets werden die herbe Bitterkeit dieser besonderen Sorte zu schätzen wissen – sie schmeckt zudem sehr gut zu einem Glas Whiskey oder Brandy.
  • Tartufi Single Origin Ecuador 9er Box:Tartufi sind Pralinen, unter deren Schokoladenhülle eine feine Haselnuss-Masse – die Gianduja – wartet. Angereichert mit knackigen Kakaonibs und Piemonteser Haselnüssen wird jede der einzeln in buntes Papier verpackten Pralinen zu einer wahren Geschmacksbombe. Diese Tartufi enthalten ausschliesslich Kakao aus Ecuador.

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