Ohrenentzündung beim Hund

Von fragdenapfel.com


Montag, 11. Dezember 2017 14:19

Das entzündete Ohr kann schmerzen und die Haut im äusseren Gehörgang schuppen. Foto: HO


Ohrenentzündungen können dem aufmerksamen Hundehalter kaum entgehen. Der Hund wird sich massiv bemerkbar machen.

Die Tiere kratzen sich ständig an den Ohren, scheuern mit dem Ohr über den Boden oder schütteln anhaltend den Kopf, beziehungsweise halten ihn schief. Sie können sensibel auf Berührungen am Kopf reagieren, werden also im eigentlichen Sinne des Wortes kopfscheu.

Das entzündete Ohr kann schmerzen und die Haut im äusseren Gehörgang schuppen. Viele betroffene Hunde zeigen Unruhe, laufen dauernd auf und ab, kommen auch beim Schlafen kaum zur Ruhe, wirken wesensfremd und fast närrisch. Manche Hunde werden aggressiv. Es können Appetitlosigkeit, Fieber und im fortgeschrittenen Stadium Mattigkeit und Abgeschlagenheit auftreten.

Ohrenentzündungen stellen für die Tiere eine wahre Tortur dar. Viele Hunde ertragen den Juckreiz und die Schmerzen kaum. Es drohen Wesensveränderungen. Viele Hunde verletzen sich durch das intensive Kratzen schwer. Unbehandelte Entzündungen in diesem Bereich weiten sich unter Umständen immer weiter in die inneren Ohrbereiche aus und hinterlassen bleibende Schäden. Es droht der Verlust des Hörvermögens.

Auch Hirnhautentzündungen und lebensbedrohende Zustände sind bei bakteriellen Entzündungsvorgängen am Kopf nicht auszuschliessen. Der Hundehalter sollte daran denken, frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen. Je früher behandelt wird, desto grösser ist die Chance einer vollständigen und zügigen Ausheilung.