Microsoft verlängert Sicherheitsupdates für Windows 10 bis 2027
Millionen Computer weltweit laufen weiterhin mit Windows 10 – auch in Deutschland ist das Betriebssystem trotz der Verfügbarkeit von Windows 11 noch weit verbreitet. Nun hat Microsoft überraschend angekündigt, den erweiterten Sicherheits-Support für Privatnutzer länger als bislang geplant bereitzustellen. Damit erhalten viele Anwender zusätzliche Zeit für den Wechsel auf neuere Hardware oder ein Upgrade auf Windows 11.
Verlängerung der Sicherheitsupdates für Windows 10
Eigentlich sollten viele Nutzerinnen und Nutzer von Windows-10-PCs spätestens im Herbst ihre Geräte austauschen oder auf Windows 11 umsteigen. Hintergrund war das Programm „Extended Security Update“ (ESU), das bislang am 13. Oktober 2026 enden sollte.
Nach diesem Datum wären für teilnehmende Geräte keine weiteren Sicherheitsupdates mehr verfügbar gewesen. Neu entdeckte Schwachstellen hätten damit nicht mehr geschlossen werden können, was die sichere Nutzung der betroffenen Computer deutlich erschwert hätte.
Nun hat Microsoft jedoch angekündigt, den Support für Teilnehmer des ESU-Programms um ein weiteres Jahr zu verlängern. Sicherheitsaktualisierungen sollen damit bis zum 12. Oktober 2027 bereitgestellt werden.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Verlängerung den Kunden zusätzliche Zeit verschaffen, um auf einen neuen PC mit Windows 11 umzusteigen und gleichzeitig weiterhin wichtige Sicherheitsupdates zu erhalten.
Hintergrund: Warum der Umstieg auf Windows 11 stockt
Microsoft hatte ursprünglich geplant, den regulären Support für Windows 10 bereits im Oktober 2025 zu beenden. Die Entscheidung stieß jedoch auf Kritik, da die Hardwareanforderungen von Windows 11 zahlreiche ältere Computer von einem Upgrade ausschließen.
Besonders die Anforderungen an den Prozessor sowie das Sicherheitsmodul TPM 2.0 sorgen dafür, dass viele noch funktionstüchtige Geräte nicht offiziell auf Windows 11 aktualisiert werden können. Auch in Deutschland betrifft dies Millionen PCs in Privathaushalten sowie kleineren Unternehmen.
Vor diesem Hintergrund hatte Microsoft in den vergangenen Jahren mehrfach Anpassungen vorgenommen, um den Übergang für Nutzer zu erleichtern.
Erweiterter Support nur unter bestimmten Voraussetzungen
Für den Zugang zu den erweiterten Sicherheitsupdates war ursprünglich eine einmalige Gebühr von 30 US-Dollar vorgesehen, was umgerechnet etwa 26 Euro entspricht. Nutzer konnten dabei weiterhin ein lokales Windows-Konto verwenden.
Später führte Microsoft zusätzlich eine kostenfreie Möglichkeit ein. Voraussetzung dafür ist jedoch die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto. Über die Registrierung im ESU-Programm können die erweiterten Sicherheitsupdates inzwischen für bis zu zehn Geräte freigeschaltet werden.
Unternehmen profitieren von dieser kostenlosen Variante nicht. Für Geschäftskunden gelten weiterhin separate Support- und Lizenzmodelle.
Mehr Zeit für den Wechsel
Mit der Verlängerung bis Oktober 2027 verschafft Microsoft vielen Windows-10-Nutzern zusätzlichen Spielraum. Wer bislang noch keinen geeigneten Ersatz für seinen Computer gefunden hat oder dessen Gerät die Anforderungen von Windows 11 nicht erfüllt, kann wichtige Sicherheitsupdates nun ein weiteres Jahr länger beziehen.
Langfristig bleibt jedoch der Umstieg auf Windows 11 oder auf neue Hardware das Ziel des Herstellers. Die aktuelle Entscheidung verschiebt das Ende der Unterstützung lediglich und bietet Anwendern mehr Zeit, den Wechsel sorgfältig zu planen.

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